In Idrija zählt Marjeta nicht Minuten, sondern Knoten. Ihr Spitzenschlag folgt Mustern, die Großmutter bewahrte, doch jede Biegung verrät Gegenwart. Sie zeigt, wie ein Fehler neu gedacht werden kann, warum Leinen anders atmet als Baumwolle, und wie Geduld nicht stillsteht, sondern aufmerksam tanzt, bis das Licht durch das Muster fallen darf.
In Ptuj schnitzt Tone Kurent-Masken aus Weidenholz, das nach Winter riecht. Er erzählt, wie jeder Schnitt ein Lachen freilegt, weshalb Ziegenfell Gewicht braucht, damit der Tanz erdet, und weshalb Glocken nicht nur lärmen, sondern den Frühling wachrufen. Wer helfen will, schärft Messer, bürstet, lernt zuhören und respektiert Bräuche, die Menschen zusammenrufen.